Der Autor: Michael Imhof

USA 1997

Las Vegas & San Diego

Geprägt durch MTV, californische Punkmusik und typisch amerikanische Sportarten waren die USA schon immer ein begehrtes Reiseziel für uns. Im Sommer `97 ging es für mich, nach 1988, ein zweites mal in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, für meine Freundin Miriam war es der erste Trip über den grossen Teich.

Im Vorfeld der Reise entschieden wir uns für eine kleine Route mit grösseren Aufenthalten in Las Vegas, San Diego, L.A. und San Francisco. Von Frisco wollten wir dann durch das Death Valley zurück nach Vegas fahren. Eigentlich eine schöne Rundreise, jedoch entwickelte sich unsere Reiseroute später ganz anders, doch dazu später mehr.

Die ersten Tage in Las Vegas waren imposant. Wahrscheinlich werde ich nie im Leben meine ersten Kilometer am Steuer unseres gemieteten Ford Taurus vergessen, als wir die 4 bis 7-spurigen Tropicana Ave Richtung unseres Motels befuhren. Überwältigt und begeistert waren wir natürlich auch von den vielen, bunten und weltbekannten Hotels auf dem Las Vegas Strip und deren atemberaubender Beleuchtungen und Darbietungen in den Abend- und Nachtstunden. Unser Ziel, jedes Casinohotel und dessen Attraktionen genauer unter die Lupe zu nehmen, gelang uns in den paar Tagen vor Ort leider nicht. Beim King Arthur Tournament, einer Dinnershow mit kostümierten Rittern, echten Pferden und einem halben Hühnchen auf dem Teller kam große Stimmung im Excalibur auf. Auch der Besuch eines Megadeth Konzerts bei dem die legendären Misfits im Vorprogramm spielten war eines der größten Highlights des Urlaubs, und das alles im Joint, der Konzerthalle des Hard Rock Cafe Hotels.

Vor dem Urlaub bekamen wir von unserem Freund Kiki, der ein gutes Jahr zum Studieren in San Diego gelebt hat, viele wertvolle Tipps und entdeckten daher verschiedene Ecken San Diegos, die ein normaler Tourist wahrscheinlich nicht zu Gesicht bekommt. Die zahlreichen Restaurants, Bars, Secondhandläden, Tattoo Studios, Plattenläden und Surf- und Skate Shops auf der Garnet Ave waren nach unserem Geschmack. In einem japanischen Restaurant aßen wir unser erstes Sushi und waren völlig begeistert. Bei traumhaft schönem Wetter verbrachten wir die meiste Zeit am Mission Beach, der sich im Nordosten der bekannten Mission Bay befindet. Wie heisst es doch so schön, Life`s a beach. Gemäß des Slogans genossen wir die Tage hier mit baden, bodyboarden, spazieren gehen oder einfach nur mit abhängen. Vor der Mittagssonne flüchteten wir oft in die nahe gelegene Garnet Ave, die Grand Ave oder den Mission Blvd und aßen in den unzähligen Restaurants, Fast Food Läden oder Bars eine Kleinigkeit zu Mittag. Danach schlenderten wir noch durch Boutiquen und Läden auf der Jagd nach Schnäppchen oder ausgefallen CD-Titeln, die wir im Music Trader fanden. Mehrfach besuchten wir auch das Horton Plaza in Downtown oder die Shopping Mall am Hotel Circle. Für unsere Besuche im San Diego Zoo und Sea World planten wir jeweils einen ganzen Tag ein, ebenso für einen Ausflug nach Palm Desert und Disney World.

Aufgrund mangelnder Erfahrung sahen wir vom Westen der USA jedoch weniger, als eigentlich vorgenommen. Unsere in Deutschland gekauften Voucher der Motelkette Motel 6 nutzen uns in L.A., wo alle Motel 6 Motels ausgebucht waren, gar nichts. Blauäugig dachten wir in jeder Stadt problemlos ein Zimmer zu bekommen, hätten wir doch die Zimmer vorausgebucht! So endete unsere Rundreise nach gut 10 Tagen in L.A. und wir traten die Rückfahrt nach San Diego an, um dort die restlichen Urlaubstage zu verbringen, ehe es zurück nach Las Vegas ging. Eine Entscheidung, die wir bis heute nicht bereut haben, da San Diego während diesem Urlaub unsere Traumstadt schlecht hin geworden ist.

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